BEGEGNUNGEN IN RAHLSTEDT

Geschichten und Nachdenkliches rund um die ehrenamtliche Hilfe für Menschen auf der Flucht

(die Bilder sind immer mit der ausdrücklichen Erlaubnis der Abgebildeten gemacht, wurden aber nachträglich anonymisiert)


 

Hamburg räumt auf 2016

09.04.2016

Um halb elf hatte sich so viele Helfer im Gelben Dorf eingefunden, das Handschuhe und Müllzangen knapp wurden. Von den Bewohnern waren Kinder und Erwachsene gekommen, um sich an der Aktion zu beteiligen.


Stürzten sich zu Anfang besonders die Kinder auf jeden Schnipsel, wurden sie auf der Rückseite vom Gelben Dorf richtig fündig. Beutel um Beutel füllte sich an dem ausgetrockneten Wehr. Ekkehard Wysocki (MdHB) blieb nichts anderes übrig, als den eifrigen Jungs die Müllsäcke aufzuhalten.


Der extra eingesetzte jugendliche Ordner hatte seine Mannschaft im Griff und schon nach kurzer Zeit war der kleine Park wieder sauber.


Dabei war soviel Müll angefallen, das eine erste Zwischenstation nötig wurde. Besonderes Fundstück: eine Mikrowelle.


Die Gruppe lief noch den Auerhahnweg entlang. Nach fast zwei Stunden zog es die meisten zum verabredeten Treffpunkt: dem Stadtteilmuseum.


Dort hatten weitere Helfer einen Imbiss vorbereitet. Belegte Brötchen, Obst und Getränke hatte Edeka Hinrichs spendiert, um die Müllsammler zu belohnen. Dort stießen auch die Hohenhorster zu der Truppe und brachten ebenfalls eine reichliche Ladung Müll mit.

Jörg Meyer und Regina Heyder haben für den Bürgerverein Rahlstedt, den Förderverein Aktives Hohenhorst und den Runden Tisch Rahlstedt eine gelungene Aktion organisiert, die allen Beteiligten Spaß gemacht hat.

Text / Bilder: JS

Workshop „Sie werden jetzt gebraucht“

09.04.2016

organisiert vom Runden Tisch Rahlstedt für interessierte Anwohner aus Hohenhorst und Rahlstedt

Nach einer Begrüßung der ca. 30 interessierten Anwohner durch Frau Meers, Pastorin der gastgebenden Markus-Kirchengemeinde Hohenhorst/Rahlstedt-Ost und der Moderatorin Ursula Kranefuß ging es im ersten Teil um Information: Herr Splittberger, ein Rechtsanwalt, der ehrenamtlich Initiativen und Geflüchtete berät, gab Einblicke in den Ablauf eines Asylantragsverfahrens und beantwortete viele Fragen zu rechtlichen Themen und rund um die Unterbringung und Unterstützungsmöglichkeiten der Geflüchteten. Im Anschluss berichtete Frau Fink-Cortum vom Runden Tisch Rahlstedt aus dem „Gelben Dorf“, in dem die engagierten Ehrenamtlichen schon viele Erfahrungen im Umgang mit Geflüchteten und dem Organisieren von passenden Angeboten sammeln konnten.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen konnten die Teilnehmer mehr über ihre Stärken und Schwächen herausfinden: Frau Kranefuß, die auch im Institut für Engagementförderung des Ev.-Luth. Kirchenkreises Hamburg-Ost tätig ist, begleitete die Anwesenden beim Ausfüllen eines Fragebogens. Mit diesem konnten sie den Fragen, welche Tätigkeit möglicherweise für sie in Frage kommt, in welchem zeitlichen Umfang sie sich engagieren wollen oder auch mit welchen Gruppen von Menschen sie in Kontakt kommen möchten, näher kommen.

Im Anschluss konnten die Teilnehmer im Rahmen eines kleinen Marktes der Möglichkeiten die bereits im Gelben Dorf Engagierten kennenlernen und sich über bereits bestehende Angebote für die dort lebenden Bewohner informieren und austauschen.

Zum Abschluss lud Frau Markmann von ProQuartier zu einem nächsten Workshop ein: am 25. April, von 18-20 Uhr in der Grundschule Potsdamer Straße, wird es darum gehen, sich weiter zu vernetzen. Das Besondere dabei ist, dass hier nicht nur interessierte Ehrenamtliche eingeladen sind, sich weiter zu informieren, sondern auch im Stadtteil ansässige Einrichtungen (wie bspw. Schulen, Kitas, Jugendeinrichtungen) da sein werden, um schon konkreter mögliche Angebote für Geflüchtete in der Grunewaldstraße zu planen.

Text: AM

 

Rahlstedter Sozialpreis 2015

20.01.2016

Im Rahmen der Januar-Sitzung des Regionalausschuss Rahlstedt wurde der Runde Tisch Rahlstedt mit dem Sozialpreis 2015 ausgezeichnet.